Film einlegen in der Dunkelkammer?

Unterwegs vs. Dunkelkammer?

Kodak Gold 200 (Leica M6)

Gegenüber den 90er Jahren scheinen Filmkapseln doch merklich schlechter zu werden? Vielleicht bilde ich es mir ein? In den 90ern habe ich pro Monat deutlich weniger Filme verknipst.

Vermehrt habe ich ähnliche Licht Lecks die eher auf ein Lichtleck und eine Belichtung in der Patrone selber hindeuten.

Filmstreifen auf dem Lichttisch

Im Bild der Filmstreifen auf dem Lichttisch sieht man eine sekundäre Belichtung die eine Perforation abbildet. Dieser Film (Gold) war in einer Leica M6 (1998) die sonst keine Lichtlecks hat (andere Filme als Referenz. Die Abbildung der Perforation erscheint durchgängig, und an den Stegen der Perforation zu liegen. Der Film in der M6 liegt mit den Gnubbel nach oben in der Kamera, und auch das Bild wird, durch die Optik auf dem Kopf auf den Film projektiert. Also ist das Lichtleck auf der Gnubbel abgewandten Seite, dem Boden der Filmpatrone. Diese ist in der Leica M aber oben, also fällt ein Lichtleck am Bodendeckel aus.

Filmeinlegen an einer M2

Die Intensität der Sekundärbelichtung nimmt zum Ende langsam ab. Da es so aussieht das diese Falschbelichtung nicht mit der Bildfolge verbunden ist gehe ich davon aus das die Falschbelichtung wärmend der Film gerollt war, und zwar innen die letzten und außen die ersten Bilder, belichtet wurde.

Filmpatrone an Gnubbelseite geöffnet
Boden der Filmpatrone mit Spule

Das Spricht für eine Belichtung in der Patrone. Jetzt gibt es zwei Wege. Einmal der Spalt zwischen beweglicher Spule und Blech oder an der Verbindung senkrechten Blech zum Bodendeckel. Ich denke der Film Auslass-Schlitz fällt hier aus, der hätte sich als senkrechter Spalt so auf dem Film abgebildet und hätte keinen durchgängigen Fehler verursacht.

Das das Licht mehr oder weniger gleichmäßig durch die Verbindung des Bodendeckels kommt ist auch unwahrscheinlich das die umlaufend und gleichmäßig erfolgt. Bleibt der Spalt zwischen Bodendeckel und Spule. Allerdings müsste hier das Licht an der Innenwand der Hülse reflektiert worden sein.

Alles in allem. Alles nicht 100% nachvollziehbar. Bleibt der Versuch in Zukunft den Film im Dunkeln einzulegen und auch das Herausnehmen und Lagern im Dunklen auszuführen. Allerdings bis auf wenige Hersteller verwenden die meisten transparente Filmdosen, und am Flughafen will die Sicherheit immer alles auspacken. Ich werde in Zukunft dokumentieren unter welchen Bedingungen der Film verarbeitet wurde um mehr Infos für die Fehlersuche zu bekommen.

Wenn Ihr hier weitere Erfahrungen gemacht habt könnt Ihr Euch gerne bei mir melden.